Insolvenzplan bestätigt
BBL begleitet Remondis beim Erwerb der Stadtwerke Bad Belzig
Mit Beschluss
vom 22. Dezember hat das Amtsgericht Potsdam den von der Stadtwerke Bad Belzig
GmbH vorgelegten Insolvenzplan bestätigt. Ziel dieses Plans ist die Sanierung
des Unternehmens sowie die Aufhebung des Insolvenzverfahrens, wodurch die
Versorgung der Kunden mit Strom und Gas sowie Wasserversorgung und
Abwasser-Entsorgung langfristig aufrechterhalten werden können.
Wegen
drastischer Fehlspekulationen in Millionenhöhe hatten die Stadtwerke im
Dezember 2021 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung
beantragt. Als Investor konnte schließlich das Recyclingunternehmen REMONDIS
gewonnen werden, das während des gesamten Verfahrens von BBL begleitet wird.
Das von REMONDIS und BBL vorgelegte Sanierungskonzept, bei dem die Stadt Bad
Belzig mit 51% Mehrheitsgesellschafter bleibt (sog. Public-Private
Partnership), hatte sowohl das Unternehmen als auch die Stadt sowie den
Sachwalter überzeugt. REMONDIS und Stadt traten im M&A-Prozess mithin
gemeinsam als Bieter auf und schlossen sich zu diesem Zweck in der BBB Bad
Belzig Beteiligungsgesellschaft mbH zusammen. Die Zusammenarbeit wurde bereits
Mitte Oktober 2022 besiegelt.
REMONDIS ist
mit über 40.000 Mitarbeitern eines der weltweit größten Privatunternehmen für
Recycling, Service und Wasser und erbringt Dienstleistungen für rund 30
Millionen Menschen. Über Niederlassungen und Anteile an Unternehmen ist
REMONDIS in über 30 Ländern auf vier Kontinenten präsent.
„Angesichts der
aktuellen wirtschaftlichen Lage war es eine besondere Herausforderung, ein
tragfähiges Sanierungskonzept zu erstellen und dieses im Rahmen eines
Insolvenzplans den Gläubigern anzubieten. Dies ist uns gleichwohl gelungen“,
freut sich Rechtsanwalt Dr. Christoph Weber. Der Sanierungsspezialist von BBL
begleitet das Eigenverwaltungsverfahren auf Seiten von REMONDIS.
Noch bleibe indes abzuwarten, ob einzelne Gläubiger gegen den Planbestätigungsbeschluss Rechtsmittel einlegen und damit die Umsetzung des Sanierungskonzepts verzögern würden. „Die Leittragenden in diesem Szenario wären die Kunden und sonstigen Gläubiger der Stadtwerke,“ so Weber. „Andernfalls könnte das Insolvenzverfahren noch im Januar 2023 aufgehoben werden, wodurch die Daseinsvorsorge langfristig sichergestellt wäre.“
">Über BBL:
BBL gehört seit vielen Jahren zu den bundesweit führenden Kanzleien mit klarem Fokus auf Sondersituationen – Restrukturierung, Sanierung und Insolvenz. Mit mehr als 200 Mitarbeitern, darunter 50 Anwälten*innen ist die Kanzlei deutschlandweit präsent, zudem gibt es ein Büro in London. BBL steht für die Begleitung von Restrukturierungsprojekten zur Krisenbewältigung und für die Begleitung von Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung.
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